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Teppichboden verringert Feinstaubbelastung

Teppichboden


Neue Studie ermittelt 50 Prozent geringere Feinstaubkonzentrationen in Wohnungen mit Teppichboden. Räume mit Hartböden Überschreiten sogar den gesetzlichen Grenzwert.

Hameln, im Januar 2006 - Die seit langem kontrovers geführte Diskussion, ob Teppichboden oder Hartboden für Allergiker gesundheitliche Vorteile bringt, wird jetzt durch eine aktuelle Studie, die der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) zusammen mit der Gesellschaft für Umwelt und Innenraumanalytik (GUI) durchgeführt hat, beendet. Aus der Studie geht hervor, dass bei glatten Bodenbelägen aus Holz oder Laminat das Risiko einer erhöhten Feinstaubbelastung deutlich steigt. Die Verwendung eines Teppichbodens hingegen minimiert dieses Risiko erheblich. Damit können jetzt nicht nur Allergiker, sondern auch die deutschen Teppichhersteller wieder aufatmen.

  Mit der aktuellen Feinstaubdiskussion haben Experten jetzt erstmals ein Augenmerk weg von der Strasse, hinein in unsere Wohn- und Arbeitsbereiche geworfen. Der Wissenschaftler Andreas Winkens von der GUI warnt deutlich davor, die Problematik der Feinstaubbelastung in Innenräumen zu unterschätzen. Nach seinen Worten ist die Konzentration mit Feinstaub in Innenräumen mit Glattboden "doppelt so hoch wie in Räumen mit Teppichboden". Der gesetzliche Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter werde hier teilweise sogar deutlich Überschritten, betonte der Experte. Dies ist von besonderer Bedeutung, da der Mensch mehr als 90 Prozent seiner Lebenszeit in geschlossenen Räumen verbringt. Das Institut ermittelte die Feinstaubkonzentrationen in Schlaf-, Wohn- und Kinderzimmern bei mehr als 100 zufällig ausgewählten Haushalten in Nordrhein-Westfalen. In Räumen mit Glattboden wurde dabei im Tagesmittel eine Belastung von 62,9 Mikrogramm Feinstaub gemessen, also 12,9 Mikrogramm über dem Grenzwert. Bei Räumen mit Teppichboden wurden im Schnitt nur 30,4 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft ermittelt, was deutlich bessere Atemluft bedeutet.

  Feinstaub ist nach Angaben der Geschäftsführerin des DAAB, Andrea Wallrafen, vor allem für Allergiker ein grosses Problem. Bereits die eingeatmeten Staubpartikel besitzen reizende Wirkung. Hinzu kommen meist mit dem Staub transportierte Allergene, die bei empfindlichen Menschen zu allergischen Reaktionen führen können. "Besonders für Personen mit vorgeschädigten Atemwegen empfiehlt sich die Wahl eines Bodenbelags der Staub bindet und nicht in die Atemluft abgibt", sagt Andrea Wallrafen. "Dieser wesentliche Präventionsaspekt kommt gerade bei Teppichboden sehr deutlich zum Tragen", so die Expertin.

Seit Jahren setzt sich Textilbranche besonders dafür ein, die nachweislichen Vorteile von Teppichboden - für bessere Raumluft und ein gesünderes Raumklima - gegen landläufige Vorurteile durchzusetzen. Dazu gehört auch, dass Hersteller seit Jahren die Allergikereignung zahlreicher textiler Bodenbeläge kommunizieren. Diese besonders geprüften Teppichböden sind für den Verbraucher erkennbar mit dem TÜV-Siegel "Für Allergiker geeignet" ausgezeichnet.

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